Zahnzusatzversicherung

Ratgeber Zahnzusatzversicherung



Wozu eine Zahnzusatzversicherung?
Aufgrund der häufigen Gesundheitsreformen verringerten sich die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen und reichen heute nicht mehr aus. Dies betraf insbesondere die Versorgung im Bereich der Zahnbehandlung, Zahnersatz und in der Kiefernorthopädie.
Die Regelversorgung (GKV- Grundversorgung), die sich zusammensetzt aus Kosten für einfachen Zahnersatz, Materialkosten, ärztliche Behandlung und Aufwendungen im Labor, wurde sämtlichen zahnärztlichen Befunden zugeordnet.
Die Krankenkasse übernimmt von dieser Regelversorgung 50% einer anfallenden Behandlung. Das Bonusheft, in das bei regelmäßigem Zahnarztbesuch die Termine eingetragen werden, sichert einen höheren Erstattungsanteil (genannt Festkostenzuschuss). Diese Zuzahlungen genügen im Allgemeinen nicht aus, wenn Kosten einer etwas aufwändigeren Behandlung zu decken sind, zum Beispiel der Austausch von Amalgamfüllungen (Keramik) oder das Einfügen von Implantaten. Kieferorthopädische Verfahren (Beispiel Zahnspangen bei Kindern) werden häufig von der GKV nicht mehr bezuschusst. Wenn man bedenkt, dass allein die Fertigung einer Zahnspange zwischen 5000,- und 10.000,- Euro kostet, die eine entsprechende Zahnzusatzversicherung bis zu 100% übernimmt, macht der Abschluss dieser Versicherung Sinn. Je nach Versicherung, deren Tarif und durchgeführter Behandlung können diese 100 Prozent bei der Kostenerstattung erreicht werden.

Ein Vergleich lohnt sich
Die Versicherungen sind sehr unterschiedlich in ihren Angeboten und in ihrem Leistungsumfang. Man soll bei der Wahl die Leistungsbegrenzungen prüfen, auf welcher Basis die Leistungen erbracht werden, ob Wartezeiten bis zur Leistung eingerechnet werden müssen und wieweit und wie lange der Tarif kalkuliert ist.
Sie erhalten bei der CHECK24 Zahnzusatzversicherung Vergleich über alle wichtigen Punkte umfassende Informationen. Eine Auflistung der entsprechenden Anbieter mit deren Angeboten finden Sie ebenfalls bei CHECK24 Zahnzusatzversicherung Vergleich.

Die Kosten einer Zahnzusatzversicherung
Die Beiträge variieren von wenigen Euro bis über 30 Euro. Entscheidend sind Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand des Kunden und die Tarife und Leistungsangebote der Versicherungen.

Beachten soll man auf jeden Fall, auf welcher Grundlage die Leistung erbracht wird: Wird die Leistung nach dem Rechnungsbetrag bemessen, wird die Differenz zwischen Rechnungsbetrag und Kassenzahlung erstattet, oder zahlt die Zusatzversicherung denselben Betrag wie die GKV?
Nehmen wir zum Beispiel die Versorgung mit einem Implantat:
Zahnzusatzversicherung 1 entrichtet 80% des Rechnungsbetrages,
Zahnzusatzversicherung 2 entrichtet 50% der Differenz zur Kassenzahlung,
Zahnzusatzversicherung 3 entrichtet 100% der Zahlung der Kasse.

Der angenommene zu zahlende Betrag: 3000 Euro, der Festkostenzuschuss der Krankenkasse: 240Euro.

Zahnzusatzversicherung 1 übernimmt 88% der Gesamtkosten, also 2.400 Euro plus Festkostenzuschuss. Erstattet werden 2640,00 Euro.
Zahnzusatzversicherung 2 übernimmt 54% der Gesamtkosten, also 1.380 Euro plus Festkostenzuschuss. Erstattet werden 1.620 Euro.
Zahnzusatzversicherung 3 übernimmt 16% der Gesamtkosten, also 240 Euro plus Festkostenzuschuss. Erstattet werden 480 Euro.

Ebenfalls soll der Kunde vor Abschluss einer Zusatzversicherung die Leistungen für professionelle Zahnreinigung und Wurzelbehandlungen prüfen.

Zahnzusatzversicherung und ihre Leistungen


Der Kunde kann eine Versicherung für sämtliche Zahnbehandlungen und Kieferorthopädische Maßnahmen abschließen. Er ersieht aus den Tarifen der Anbieter die Leistungen, die geboten werden, zum Beispiel für Zahnersatz (Kronen, Brücken, Implantate oder dritte Zähne) und sämtliche notwendige Behandlungen (Füllungen, Inlays und Onlays, Wurzelbehandlungen).
Jeder Versicherte kann eine Zusatzversicherung abschließen. Er sollte dies tun, solange die Zähne gesund sind, denn: Sämtliche Vorerkrankungen, (bereits bestehender Zahnersatz oder fehlende Zähne), alle vom Zahnarzt vor Abschluss der Zusatzversicherung empfohlenen Behandlungsmaßnahmen sind ausgeschlossen, werden also gar nicht oder nur durch Beitragszuschlag mit in die Zusatzversicherung aufgenommen.