Häufig gestellte Fragen zur Rechtsschutzversicherung (FAQ)

Die Experten von Neutral-Vergleichen.de geben Ihnen die richtigen Tipps und Hinweise zur Rechtsschutzversicherung. Wichtige Fragen und Antworten zu Versicherungswechsel oder Wahl der passenden, leistungsstärksten und günstigsten Versicherung sollen Ihnen die Entscheidung erleichtern.

Worauf muss ich bei Abschluss eines Vertrages achten?
Sie sollten zuerst den Umfang der Leistungen prüfen und vergleichen. In den Vertragsbedingungen finden Sie Beginn, Ende und Umfang des Versicherungsschutzes. Hier ist anzumerken, dass eine Rechtsschutzversicherung bereits bestehende Streitfälle nicht übernimmt. Häufig wird bei Vertragsabschluss für die Übernahme einer Streitigkeit eine Wartezeit von einem Viertel Jahr angesetzt. Prüfen Sie ebenfalls die Kündigungsmöglichkeiten, die Angaben zu den Pflichten des Versicherungsnehmers und die so genannten Ausschlussklauseln. In diesen wird aufgelistet, wann von der Versicherung keine Leistungen zu erwarten sind. [nach oben]

Welche Bereiche soll die Versicherung abdecken?
Zusätzlich zum Privatrechtsschutz können Sie wählen zwischen Verkehrsrechtsschutz, Mietrechtsschutz und Arbeitsrechtsschutz. Wer Immobilien besitzt und diese vermietet, kann die Versicherung erweitern mit dem Vermieterrechtsschutz. Streitfälle mit Mietern werden dann von der Versicherung übernommen.
Eie umfangreiche Rechtsschutzversicherung entlastet Sie in jedem Fall bei Streitigkeiten und bietet Ihnen die jeweils nötige Unterstützung. [nach oben]

Weshalb ist eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll?
Wie bereits erwähnt, vertritt und unterstützt die Versicherung bei Angelegenheiten im Streitfall, übernimmt auch die finanziellen Risiken.
Die private Versicherung regelt Rechtsstreitigkeiten im privaten Bereich. Dies betrifft unter anderem Zwistigkeiten mit Arbeitgebern, Bußgeldangelegenheiten, Strafrechtssachen, Schadensersatzleistungen sowie Auseinandersetzungen mit Sozialgerichten.
Mit der Rechtsschutzversicherung an Ihrer Seite sind Sie in der Lage, sich bei Streitigkeiten zur Wehr zu setzen, denn die Kosten trägt die Versicherung. Es gelten die Allgemeinen Bedingungen für Rechtsschutzversicherungen. Diese haben folgendes zum Inhalt: Wenn die Wahrnehmung rechtlicher Interessen des Versicherten notwendig ist, Aussicht auf Erfolg hat und nicht in grobem Missverhältnis zum angestrebten Erfolg steht, greift die Versicherung und tritt für den Versicherten ein.
Zur Verdeutlichung: Ein Rechtsstreit, der durch mehrere Instanzen geht, ist sehr kostspielig. Wenn Sie abgesichert sind durch die Rechtsschutzversicherung, werden die Kosten übernommen, zum Beispiel die Gerichtskosten, Aufwendungen für Zeugen oder Sachverständige. Abgesehen von den Problemen und Unannehmlichkeiten, die ein Prozess mit sich bringt, können Sie zumindest Ihre finanziellen Sorgen vergessen. Wenn Sie bei einem Arbeitsrechtsstreit in der ersten Instanz die Kosten allein übernähmen, weil Sie einen sicheren Ausgang zu Ihren Gunsten erwarten, wären die Kosten bis zur Urteilsverkündung für Sie beträchtlich hoch.
Beispiel: Bei einem Rechtsstreit mit einem Streitwert von 8.000 Euro über zwei Instanzen betragen die Anwalts- und Gerichtskosten bereits über 6.500 Euro.

Liegt also ein Rechtsstreit an, schildern Sie der Versicherung die Sachlage. Diese wird nach Prüfung schnell und problemlos die Kostenzusage erteilen. [nach oben]

Ist meine Familie mitversichert?
Der Familientarif ermöglicht auch Ihrem Ehepartner, Ihren unverheirateten Kindern, Adoptivkindern, Pflegekindern (bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres), die Leistungen der Versicherung in Anspruch zu nehmen. Wenn Sie mit einem Partner in einer Lebensgemeinschaft im selben Haushalt leben, aber unverheiratet sind, wird die Versicherung ebenfalls eintreten, wenn Sie dieser im Vorfeld Mitteilung über Ihre Lebenspartnerschaft gemacht haben. Voraussetzung ist selbstverständlich die Zustimmung der Versicherung. [nach oben]

Bei welchen Belangen tritt die Rechtsschutzversicherung für mich ein, und welche Kosten werden übernommen?
Die Versicherung übernimmt im In- und Ausland die meisten Kosten für Verfahren in einem Rechtsstreit. Bei Streitigkeiten im Ausland werden eventuell auch Zahlungen für Übersetzungen fällig. Ihre Rechtsschutzversicherung kommt für die Anwaltskosten im Rahmen der gesetzlichen Gebührenordnung auf. Sie übernimmt ebenfalls anfallende Gerichtskosten, trägt die Kosten des Verfahrensgegners und bezahlt die Auslagen der Zeugen oder Sachverständigen. Die Rechtsschutzversicherung deckt in der Regel einen von Ihnen zu erbringenden Betrag bis 50.000 Euro (Darlehen) ab. In den Anrainerstaaten des Mittelmeeres und in den europäischen Ländern genießen Sie den Versicherungsschutz bei den beschriebenen Streitfällen. In anderen Ländern greift der Versicherungsschutz maximal für den Zeitraum eines Aufenthaltes von sechs Wochen. [nach oben]

Welche Kosten übernimmt die Rechtsschutzversicherung nicht?
Die Versicherung kommt nicht auf für Rechtsstreitigkeiten innerhalb der Familie. Geldstrafen, die den Versicherten betreffen, werden nicht beglichen. Zu den familiären Streitigkeiten zählen unter anderem Ehestreitigkeiten, Scheidungen und Erbrechtsangelegenheiten. Die Versicherung übernimmt nur die Beratung durch einen Anwalt.
Ebenfalls werden von der Versicherung weder Bußgelder noch Strafen übernommen, da dies eine Angelegenheit für die Rechtsschutzversicherung ist. (Ausnahme sind Ordnungswidrigkeiten).
Auch geforderte Zahlungen, welche Baurechts- oder Spekulationsstreitigkeiten betreffen, liegen außerhalb des Zuständigkeitsbereiches der Versicherung. Sollten Sie rechtswidrig und vorsätzlich Rechtsstreitigkeiten verursacht haben, werden auch hierfür die Kosten von der Versicherung nicht beglichen. [nach oben]

Wie verhält es sich mit der Wartezeit bei Abschluss einer Versicherung?
In der Regel gilt die dreimonatige Wartezeit. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Bei Versicherungswechsel entfällt die Wartezeit. Ebenfalls gilt die dreimonatige Wartezeit nicht bei Streitigkeiten, die folgende Punkte betreffen:
Im Strafrechtsschutz und bei Interessenwahrung, die Kauf- und Leasingverträge bei Neufahrzeugen betreffen, Beratungs- Rechtsschutz im Familien- und Erbrecht, Ordnungswidrigkeiten- Rechtsschutz, Disziplinar- und Standesrechtsschutz, Schadensersatz- Rechtsschutz.

Wenn keine Unterbrechung der Versicherungszeit vorliegt, tritt die Versicherung im Schadensfall sofort ein. Allerdings tritt eine Rechtsschutzversicherung rückwirkend nicht für Belange ein. [nach oben]

Wie geht der Versicherte bei einem Schadensfall vor?
Zuerst muss die Versicherung über die Angelegenheit informiert werden. Der Versicherte erhält telefonische Beratung und Information über sein weiteres Vorgehen. Meist geschieht der Telefonkontakt über eine kostenfreie Hotline. Die Versicherung kann auch einen für die Streitsache speziellen Anwalt empfehlen. Der Vorteil ist, dass der genannte Anwalt der Versicherung sowohl bekannt als auch mit deren Vorgehensweise (Beispiel Honorarabrechnung), vertraut ist.
Es wird geraten, zunächst die Deckungszusage von der Versicherung ab zu warten, denn ohne diese werden die im Rechtsstreit anfallenden Kosten nicht übernommen. Der Versicherte muss während des Rechtsstreites sämtliche Fristen genau einhalten, unerwartete Kosten müssen mit der Versicherung abgeklärt werden. Der Anwalt übernimmt in der Regel diese Formalitäten.
Der Versicherte leitet der Versicherung seine Schadensmeldung schriftlich zu. Diese muss der Wahrheit entsprechen und alle notwendigen Details beinhalten. Auch ein vom Versicherten gewählter Anwalt kann alle anfallenden Aufgaben übernehmen. [nach oben]

Wie verhält es sich mit dem Leistungsumfang der Rechtsschutzversicherung?
Die Rechtsschutzversicherungen bieten Rechtsschutz bei Streitigkeiten in folgenden Bereichen: Privatrechtsschutz, Arbeitsrechtsschutz, Verkehrsrechtsschutz, Mietrechtsschutz, Vermieterrechtsschutz.
Bei der perfekten Rechtsschutz- Police sollte folgender Leistungsumfang enthalten sein:
. Ausführliche Beratungsgespräche mit einem Rechtsexperten zur Klärung juristischer Fragen, auch wenn kein Gerichts verfahren folgt.
. Freie Wahl eines Anwalts.
Auch wenn Ihnen die Versicherung einen Anwalt empfiehlt, sind Sie nicht verpflichtet, diesen mit Ihren Angelegenheiten zu betrauen.
. Beratung und Kostenübernahme bei Rechtsstreitigkeiten im Ausland. Achten Sie bei Vertragsabschluss darauf, dass die Police nicht nur in Deutschland, sondern in allen Ländern Europas und den Anliegerstaaten des Mittelmeeres, eventuell sogar weltweit gilt.
. Mediation
Sie ist eine andere Form der Streitschlichtung. Da sich aufgrund der Überlastung der Gerichte viele Verfahren über Jahre in die Länge ziehen und die Urteilsverkündung oft neue Streitigkeiten entfacht, wurde ein Vermittlungsverfahren zwischen den streitenden Parteien entwickelt, die Mediation.
Mediatoren sollen Konflikte außergerichtlich lösen. Sie agieren sozusagen als Moderatoren, sind unabhängig, unparteiisch und speziell ausgebildet für diese Form des außergerichtlichen Einigungsversuches. Die Parteien sollen mit Hilfe dieser Mediatoren versuchen, ihre Streitigkeiten zu ihrer aller Zufriedenheit beizulegen und somit eine gerichtliche Auseinandersetzung überflüssig zu machen.
Da mit Hilfe der Mediation gute Ergebnisse erzielt wurden und Konflikte in wenigen Sitzungen bereits beigelegt werden konnten, übernehmen viele Rechtsschutzversicherungen die Kosten für Mediatoren. Prüfen Sie vor Unterzeichnung des Vertrages, ob auch diese Form der Streitschlichtung von Ihrer Versicherung getragen wird. [nach oben]

Welche Deckungshöhe ist sinnvoll?
Die Police mit einer Mindest- Deckungssumme von 200.000 Euro sollte auf jeden Fall abgeschlossen werden. Besser ist der Abschluss von 200.000 Euro bis 250.000 Euro, da somit gerichtliche Streitigkeiten bis zur zweiten Instanz abgedeckt sind. Auch ein Abschluss mit Deckungssumme in unbegrenzter Höhe kann getätigt werden. Die Beitragshöhe richtet sich nach der abgeschlossenen Deckungssumme. [nach oben]

Wodurch wird der Beitragssatz beeinflusst?
Die vereinbarte Deckungshöhe entscheidet über den Leistungsumfang der Rechtschutzbereiche und legt somit die Höhe der Prämien fest. Die Höhe der Deckungssumme ist also eine feste Größe bei der Ermittlung des Beitragssatzes. Wenn Sie eine Deckungssumme von 100.000 Euro wählen, fällt Ihre Beitragszahlung niedriger aus als die Zahlung, die für eine unbegrenzte Deckungshöhe geleistet werden muss.
Die Rechtsschutzbausteine, die Sie wählen, sind ein weiterer Kostenfaktor. Die Beiträge für eine einfache Privatrechtsschutzversicherung sind niedriger als die Beiträge für eine Versicherung, die Privat- Miet- und Berufsschutzversicherung abdeckt. [nach oben]

Welche Vorteile bringt der Vergleich der Anbieter?
Sie können online den Preis- und Leistungsumfang der Rechtsschutzversicherungen vergleichen und auf diesem Wege günstige Konditionen ermitteln. In Deutschland wird viel prozessiert. Neben Gewaltverbrechen werden Streitfälle mit Nachbarn ausgefochten, Mieter und Vermieter prozessieren gegeneinander, und häufig hat das Gericht Fälle zu bearbeiten, die das Arbeitsrecht betreffen. Mit einer starken Rechtsschutzversicherung ist der Versicherte in jedem Fall bei kostenintensiven Prozessen abgesichert. [nach oben]

Welcher Anbieter ist für mich der Richtige, und wo erhalte ich die Versicherung mit dem besten Preis- Leistungsverhältnis?
Neutral-Vergleichen.de zeigt mit dem Vergleichsrechner, wie man sparen kann. Mit nur wenigen Eingaben erhalten Sie eine Aufstellung der Versicherungsanbieter. So können Sie bequem den Leistungsumfang der Rechtsschutzversicherungen miteinander vergleichen.
Ebenfalls gibt der kostenfreie Rechtsschutz- Vergleichsrechner von Neutral- Vergleichen.de Informationen zu Fragen einer bereits bestehenden Versicherung. Ist etwa ein Wechsel sinnvoll? Hat sich meine Lebenssituation verändert, so dass ich eventuell andere Bausteine zusätzlich mit einbeziehen sollte?
Wie sind hierfür die Konditionen der einzelnen Anbieter, bei welchem Anbieter spare ich Geld durch einen Wechsel? [nach oben]

Was ist mit meinen Beiträgen bei finanziellen Engpässen?
Grundsätzlich liegt es im Ermessen des Versicherers, ob Sie die zu leistenden Beträge für eine bestimmte Zeit aussetzen können. Möglich ist hier auch die Abmachung einer Ratenzahlung, die vom Versicherer schriftlich genehmigt werden sollte. Wenn Sie ohne Genehmigung des Versicherers die zu zahlenden Beträge eigenmächtig aussetzen, kann Ihnen der Versicherer eine Frist setzen und nach deren Ablauf ohne Ihre Zahlungen die Police kündigen und die ausstehenden Beträge einklagen.

Während der Zeit der ausgesetzten Zahlungen genießen Sie allerdings keinen Versicherungsschutz. Das heißt, Sie haben die Kosten für ein in dieser Zeit anhängiges Verfahren selbst zu tragen. [nach oben]

Kann ich die Rechtsschutzversicherung von der Steuer absetzen?
Der Versicherte kann seine Beiträge für die Versicherung dann bei der Steuer absetzen, wenn diese Versicherung berufsbedingt ist. Wer eine Arbeitsrechtsschutzversicherung besitzt, kann unter der Anlage N bei den Werbungskosten die Versicherung absetzen. So kann man seine Aufwendungen als Sonderausgaben anführen, obwohl gerade die Sonderausgaben bei der Steuererklärung von den Finanzämtern ausgeschlossen werden. Es wird nur der beruflich bedingte Anteil angerechnet. Ihre Versicherung nennt Ihnen den Betrag für den Baustein des Arbeitsrechtsschutzes. Diese von der Steuer absetzbare Möglichkeit gilt auch für kombinierte Rechtsschutzversicherungen (Privat- Verkehrs- Arbeitsrechtsschutzversicherung).
Das Finanzamt verlangt für die Prüfung ein von der Versicherung ausgestelltes Dokument über den tatsächlichen Betrag der Arbeitsrechtsschutzversicherung. [nach oben]

Werden Steuern für die Rechtsschutzversicherung erhoben?
Da die Rechtsschutzversicherung zu den Sachversicherungen zählt, wird ein Steuersatz von 19% zugrunde gelegt. Die Bundesländer erheben diesen Steuersatz auf die Beträge, die zu zahlen sind. Die Versicherungssteuer ist eine Bundessteuer, auch wenn sie von den Ländern erhoben wird. In der Beitragsrechnung findet der Versicherte die Angabe über die zu zahlende Steuer. Die Versicherungsgesellschaften führen die Steuer für die Versicherten direkt ab. Das Versicherungssteuergesetz legt die Höhe der Steuerabgaben verbindlich fest. Ungefähr zehn Mio. Euro werden allein durch die Versicherungssteuer vom Bund eingenommen. [nach oben]

Was muss ich bei Kündigung und Versicherungswechsel beachten?
Der Versicherte sollte schriftlich per Einschreiben kündigen. Man unterscheidet zwischen ordentlicher und außerordentlicher Kündigung.
Für die Kündigung entscheidend sind Zeitpunkt des Abschlusses und die jeweilige Laufzeit.
  • Ordentliche Kündigung:
    Bei Verträgen mit einer Laufzeit von einem Jahr oder länger muss spätestens drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres gekündigt werden.
    Bei Verträgen, die über die Laufzeit von fünf Jahren hinausgehen, kann man die Police spätestens drei Monate vor Ende der Vertragslaufzeit kündigen.
    Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr und kann dann auch erst wieder spätestens drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres gekündigt werden.
  • Außerordentliche Kündigung:
    Für Versicherung und Versicherungsnehmer besteht eine außerordentliche Kündigungsmöglichkeit im Schadensfall.
    Hat die Versicherung bei einem Schadensfall dessen Deckung ganz oder teilweise unberechtigt abgelehnt, kann der Versicherte außerordentlich oder bis zum Ende der laufenden Versicherung von dieser außerordentlichen Kündigungsmöglichkeit Gebrauch machen. Das Kündigungsschreiben muss der Versicherung spätestens einen Monat nach Ablehnung der Schadensdeckung (Leistungspflicht) zugestellt werden.
    Ebenfalls besteht für beide Parteien die Kündigungsmöglichkeit dann, wenn die Rechtsschutzversicherung ihre Leistungspflicht für mindestens zwei Monate innerhalb eines Jahres eingetretenen Rechtsschutzfälle anerkannt hat. Hier muss die Kündigung ebenfalls spätestens ein Monat nach Eingang der Leistungspflichtanerkennung zugestellt werden.
    Bei einer Erhöhung des Beitrages ohne gleichzeitige Änderung des Deckungsumfangs kann ebenfalls nach der Erhöhung außerordentlich gekündigt werden. In diesem Falle ist es wichtig, dass die Kündigung des Vertrages innerhalb eines Monats, nachdem Ihnen die Beitragserhöhung mitgeteilt wurde, mit sofortiger Wirkung erfolgt. Wichtig ist die Beachtung des Vertragsabschlussdatums. Verträge, die vor Januar 1991 geschlossen worden sind, dürfen bei Erhöhung der Beiträge über 15% im Versicherungsjahr und um mehr als 30% in drei Jahren gekündigt werden.
    Verträge, die zwischen Januar 1991 und Juni 1994 geschlossen wurden sind dann kündbar, wenn die Beitragserhöhungen 5% des letzten Beitrags und 25% des Erstbeitrags bei gleich bleibender Leistung ausmachen. Kündigungsmöglichkeit besteht bis zum Inkrafttreten der Erhöhung.
    Alle Verträge, die nach Juni 1994 geschlossen worden sind, können immer gekündigt werden, wenn eine Erhöhung der Beiträge erfolgt ist.
  • Versicherungswechsel:
    Wenn Sie bereits eine Rechtsschutzversicherung haben und den Anbieter wechseln möchten, ist die Beachtung eines lückenlosen Übergangs in die Anschlussversicherung wichtig. Eine Doppelversicherung wird somit vermieden, und die Wartezeit von drei Monaten entfällt, das heißt, der Versicherungsschutz ist sofort wirksam.
    Die Kündigungsfristen, die vereinbart wurden, sind einzuhalten. Bei einer eventuell entstehenden Versicherungslücke sind Sie im Bedarfsfall nämlich nicht versichert. Beispiel: Der Vertrag endet zum 31.12. um Mitternacht eines Jahres, so muss der neue Vertrag ab 1. Januar um 0 Uhr des Folgejahres wirksam sein.
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