Häufig gestellte Fragen zur Motorradversicherung (FAQ)

Übersichtliche und hilfreiche Informationen rund um die Motorradversicherung geben Ihnen die Experten der Neutral- Vergleichen.de. Hier erhalten Sie kostenlos Antworten auf wichtige Fragen.

Welche Schäden deckt die Motorradversicherung ab?
Bei einem Sach- Personen- oder Vermögensschaden erstrecken sich die Leistungen der Versicherung bis zur vereinbarten Deckungssumme. Das Gesetz schreibt eine Mindestdeckung bei Sachschäden von 500.00 Euro, bei Personenschäden von 2,5 Mio. Euro pro Person vor. Wenn mehrere Personen verletzt sind, ist die Summe von 7,5 Mio. Euro genannt, die gesetzliche Mindestdeckung bei Vermögensschäden beläuft sich auf 50.000 Euro. [nach oben]

Wie genau findet die Zulassung meines Motorrads statt?
Die Zulassungsstellen arbeiten seit 2008 mit dem elektronischen Verfahren. Damit entfällt die Besorgung der vorgeschriebenen Doppelkarte und Deckungskarte. Für die Anmeldung des Motorrads erhält sein Besitzer von der Versicherung eine elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB), die auf der Zulassungsstelle angegeben werden muss. Personalausweis, Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief sind ebenfalls bereit zu halten. Die eBV- Nummer liefert dem Sachbearbeiter den Nachweis, dass das Kraftrad versichert ist. [nach oben]

Was leistet der Schutzbrief?
Der Schutzbrief garantiert dem Versicherten Hilfe bei Unfällen, Pannen oder Diebstahl des Motorrads. Die Leistungen des Schutzbriefes haben ebenfalls Gültigkeit bei Erkrankung, Verletzung oder Tod des Motorradfahrers. Sie fallen jedoch unterschiedlich aus, da die jeweilige Versicherungsgesellschaft ihr eigenes Leistungspaket anbietet. Meist erstrecken sich die Leistungen über ganz Europa und haben zum Beispiel die Unfall- und Pannenhilfe, den Rücktransport von Fahrer und Maschine bei Krankheit, Übernachtungskosten oder ein Ersatzfahrzeug zum Inhalt. Viele Haftpflichtversicherungen bieten auch die Versicherung incl. Schutzbrief an. [nach oben]

Was bedeutet ABS, und warum beeinflusst ABS die zu zahlende Versicherungssumme?
Das Antiblockiersystem, kurz ABS genannt, verhindert beim Bremsen, zum Beispiel auf glattem Untergrund, das Blockieren der Räder. Das Motorrad ist auch bei Vollbremsung lenkbar, da das ABS in kurzen Abständen den Bremsdruck regelt. Es trägt demnach zur Sicherheit des Motorrades bei und beeinflusst die Versicherungssumme positiv, wenn das Motorrad über ABS verfügt. [nach oben]

Was versteht man unter Regionalklasse?
Da in Großstädten und Ballungsgebieten die Unfallgefahr steigt, in ländlichen, weniger befahrenen Gegenden die Unfallgefahr niedriger ist, werden Krafträder je nach Region von der jeweiligen Zulassungsbehörde in Regionalklassen eingestuft. Dadurch soll der Versicherungsschutz für Motorräder gerechter und durchsichtiger ausfallen.
Um dies zu erreichen, werden jedes Jahr durch den Gesamtverband Deutsche Versicherungswirtschaft (GDV) statistische Auswertungen vorgenommen, die dann den Neuberechnungen für die Regionalklassen zugrunde gelegt werden. Maßgebend für die Berechnungen sind hauptsächlich die Unfälle in den Regionen und deren Schweregrad.

In der Folge wird der Versicherungsbeitrag für ein in einem Ballungsgebiet zugelassenes Motorrad höher ausfallen als in einer weniger besiedelten Gegend. [nach oben]

Was sind Saisonkennzeichen, welche Vorteile hat ein Saisonkennzeichen?
Wer sein Motorrad nicht während des ganzen Jahres nutzt, kann mit einem Saisonkennzeichen den Zeitraum begrenzen. Der Vorteil ist, dass der Versicherungsnehmer nicht zweimal im Jahr (Frühjahr und Winter) bei der Zulassungsstelle sein Fahrzeug an- und abmelden muss. Auch der zu zahlende Beitrag ist niedriger.
Der Versicherte wählt die Dauer der Zulassung und muss den Zeitraum zwischen zwei und elf Monaten einhalten.
Die Tarife sind sehr unterschiedlich. Ein Vergleich lohnt sich. Bei manchen Versicherungen erhalten Wenigfahrer und Versicherte, die ihr Fahrzeug in Garagen einstellen, Sonderrabatte. Dagegen bezahlt man bei anderen Versicherungen höhere Monatsprämien für Saisonfahrzeuge als für Krafträder, die man für das ganze Jahr zulässt. [nach oben]

Was bedeutet Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit?
Laut Gesetz handelt derjenige grob fahrlässig, der im Straßenverkehr die erforderliche Sorgfalt in besonderem Maße außer Acht lässt. Normalerweise riskiert der Verursacher seinen Versicherungsschutz.
Zum Beispiel:
Ein Motorradfahrer steigt unter Alkoholeinfluss oder nach Drogenkonsum auf sein Kraftrad und verursacht einen Schaden. Das Überfahren einer roten Ampel oder die Benutzung des Handys ohne Freisprechanlage während der Fahrt mit Schadensfolge fällt ebenfalls unter die Rubrik der groben Fahrlässigkeit. Viele Versicherer bieten Tarife an, in denen der Einwand der groben Fahrlässigkeit entfällt.
Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen. Wer unter Einfluss von Alkohol oder Drogen einen Schaden verursacht, hat grob fahrlässig gehandelt. Dies gilt auch für Versicherungsnehmer, die den Diebstahl ihres Kraftrades ermöglicht haben. Auch hierbei wird der Versicherer nicht auf den Einwand des grob fahrlässigen Handelns verzichten. [nach oben]