FAQs Hundehaftpflichtversicherung

Hier erhalten Hundehalter detaillierte und kostenlose Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Versicherung für Ihren Hund.

Kann man für jeden Hund eine Haftpflichtversicherung abschließen?
Ja, wobei die Höhe der Versicherung von der Rasse der Hunde abhängt. Bei einem Kampfhund zum Beispiel wird ein Zuschlag erhoben. [nach oben]

Welche Regeln gelten für den so genannten Leinenzwang?
Innerhalb einer Gemeinde besteht die Pflicht, Hunde an der Leine zu führen, wenn hierfür entsprechende Regelungen vorliegen.
Findet sich im Dokument der Hundehalterhaftpflichtversicherung ein entsprechender Vermerk, zahlt die Versicherung im Schadensfall nur dann, wenn der Hund angeleint war. Diese Regelung bezieht sich hauptsächlich auf Kampfhunde.
Hundeverordnungen sind in jedem Bundesland anders verfasst. Sie regeln die Pflichten der Hundehalter in der Öffentlichkeit wie zum Beispiel die Maulkorbpflicht und der Leinenzwang. Hält der Hundehalter sich nicht an die Vorgaben, ist der Versicherungsschutz nicht gewährleistet. [nach oben]

Welche Schäden übernimmt die Hundehaftpflichtversicherung?
Sämtliche Schäden, Personen- Sach- und Vermögensschäden werden dann von der Versicherung übernommen, wenn der Anspruch auf Schadensersatz berechtigt ist. Da der Hund versichert ist, sind Personen, die ihn ausführen, mit ihm versichert. [nach oben]

Warum ist eine Hundehaftpflichtversicherung notwendig und welche Deckungssumme ist zu empfehlen?
Bei Vorliegen einer gesetzlichen Haftung durch den Hundehalter wird Schadensersatz durch die Haftpflicht geleistet. Auch Sachschäden oder Reparaturen, deren Kosten an und für sich vom Halter übernommen werden müssten, sind durch die Versicherung abgedeckt. Die Hundehaftpflichtversicherung übernimmt ebenfalls Kosten bei Personenschäden. Sie bezahlt Arzt- Pflege- Krankenhauskosten und Schmerzensgeld, sie ersetzt Einkommensverlust und übernimmt sogar im schlimmsten Fall die Rentenzahlung der geschädigten Person. Da ein entstandener Schaden über die gemäß abgeschlossenem Vertrag festgelegte Deckungssumme ausgeglichen wird, empfiehlt sich ein Abschluss mit der höchstmöglichen Deckungssumme, zumal die Prämien hierfür nicht sehr viel teurer sind. [nach oben]

Was versteht man unter einem ungewollten Deckakt?
§833 des BGB deutet den ungewollten Deckakt einer läufigen Hündin durch einen Rüden als Sachbeschädigung, (Gefährdungshaftung des Hundehalters). Der Halter des Rüden muss für den Schaden aufkommen, der bei Trächtigkeit der Hündin entstanden ist. Allerdings ist der Halter einer läufigen Hündin wiederum zur so genannten Schadenminderung verpflichtet, das heißt, er muss in irgendeiner Form dafür Sorge tragen, dass die Hündin nicht gedeckt wird oder aber eine Abtreibung vorgenommen wird.
Ein Mitverschulden liegt dann vor, wenn der Halter der Hündin keine Maßnahmen ergriffen hat. Der Halter des Rüden ist in diesem Fall von der Haftung befreit. Bei den meisten Haftpflichtversicherungen ist das Risiko des ungewollten Deckaktes in ihrem Basisschutz bereits enthalten. Dies bedeutet, dass die Versicherung im Falle einer Abtreibung, bei Kosten für den Tierarzt oder für die Aufzucht der Welpen die Zahlungen übernimmt. [nach oben]

Was versteht man unter Fremdhüterisiko?
Der Hundehalter ist immer zur Aufsicht verpflichtet und wird im Schadensfall zur Verantwortung gezogen. Die Hundehaftpflichtversicherung sichert jedoch auch so genannte Hundesitter oder Hundeführer ab. Dazu zählen in jedem Falle Mitglieder der Familie, Freunde und Bekannte, die den Hund ausführen. Dieser Hundesitter nimmt dann die Stelle des Halters ein. Bei Schäden, die ihm selbst durch den Hund entstehen, haftet die Versicherung nicht. [nach oben]

Was ist beim Verkauf oder Tod des Hundes zu beachten?
Die Versicherung erlischt in diesem Falle vorzeitig. Der Halter muss einen Nachweis des jeweiligen Sachverhalts vorlegen. Durch dieses Sonderkündigungsrecht wird der Halter aus dem Vertrag entlassen, die Versicherungsprämie wird anteilig zurück erstattet.
Auch bei einem abgeschlossenen 5- Jahresvertrag tritt dieses Sonderkündigungsrecht in Kraft und regelt, wie bereits beschrieben, sowohl das vorzeitige Ausscheiden aus der Versicherung als auch die anteilige Prämienrückerstattung. [nach oben]