Gesetzliche Krankenversicherung - Versicherungen Vergleichen
Gesetzliche Krankenversicherung

Häufige Fragen zur Gesetzlichen Krankenversicherung



In den FAQs finden Sie Antworten auf von unseren Kunden oft gestellte Fragen zu den Themen Praxisgebühr, Pflichtversicherung und zahnärztliche Leistungen. Unsere Neutral- Vergleichen.de-Experten liefern Ihnen präzise und leicht verständliche Informationen rund um die gesetzliche Krankenversicherung. Für welche zahnärztlichen Leistungen werden keine Praxisgebühren erhoben?
Für halbjährliche Kontrolluntersuchungen und Vorsorgebehandlungen beim Zahnarzt fallen keine Praxisgebühren an. Die von Zuzahlungen befreiten zahnärztlichen Leistungen beinhalten Röntgenaufnahmen, eine Zahnsteinentfernung pro Jahr, Vitalitätsprüfung sowie die Ermittlung des Screening-Index für Parodontose.

Wann ist ein Patient von der Praxisgebühr befreit?
Es gibt einige wenige Krankenkassen mit speziellen Versorgungsmodellen bzw. Disease- Management-Programmen, deren Mitglieder die Praxisgebühr unter bestimmten Voraussetzungen nur einmal im Jahr entrichten müssen. Bedingung ist, dass der Versicherte im Krankheitsfall immer zuerst seinen Hausarzt aufsucht und verschreibungspflichtige Medikamente immer in derselben Apotheke kauft.

Reine Vorsorgeuntersuchungen oder bestimmte Schutzimpfungen sind kostenlos. Dazu gehören z.B. Ultraschall in der Schwangerschaft oder Krebsfrüherkennung. Auch bei der zahnmedizinischen Vorsorge entfällt die Praxisgebühr. Der Versicherte sollte aber in jedem Fall bei seinen Arzt nachfragen, welche Leistungen die Vorsorge umfasst.

Erfolgt der Arztbesuch aufgrund einer Berufskrankheit oder eines Unfalls während der Arbeits- bzw. Schulzeit, ist ebenfalls keine Praxisgebühr zu bezahlen, da die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für die notwendigen Heilbehandlungen übernimmt. In solchen Fällen sind auch Mitglieder der Postbeamtenkrankenkasse von der Zuzahlung für Arztbesuche befreit.

Wie wirtschaftet eine Krankenkasse?
In der Gesetzlichen Krankenkasse erstreckt sich der Versicherungsschutz auch auf den Ehegatten sowie die Kinder (auch Stief-, Enkel- und Pflegekinder) des Versicherungsnehmers, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind: Sie müssen ihren Wohnsitz in Deutschland haben, dürfen nicht schon selbst krankenversichert sein und ihr Monatseinkommen darf 1/7 der monatlichen Bezugsgröße nicht überschreiten.

Mitversicherte Kinder genießen Versicherungsschutz bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Dieser verlängert sich bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres, sofern sie selbst noch kein Einkommen beziehen, und bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn sie sich in der Ausbildung befinden. Wehr- und Zivildienstleistende sind während ihrer gesamten Dienstzeit familienversichert

Welche Krankenkassenarten gibt es in Deutschland?
Die Gesetzlichen Krankenkassen werden in verschiedene Typen unterteilt: berufsspezifische Kassen (z.B. Bundesknappschaft, See-Krankenkasse, landwirtschaftliche Krankenkassen), allgemeine Ortskrankenkassen, Innungskrankenkassen, Betriebskrankenkassen und Ersatzkassen.

Unmittelbar nach der Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Allgemeinen Ortskrankenkassen gegründet. Innungskassen versicherten ausschließlich Mitglieder von Innungen und deren Beschäftigte. Betriebskrankenkassen boten nur Arbeitnehmern bestimmter Betriebe Versicherungsschutz. Ersatzkassen nahmen ursprünglich nur bestimmte Personengruppen auf.

Erst seit 1996 dürfen gesetzlich Krankenversicherte ihre Versicherungsgesellschaft selbst wählen. Vor allem Innungs- und Betriebskrankenkassen stehen mittlerweile immer mehr Arbeitnehmern offen. Dies ist auch bei den Ersatzkassen der Fall. In die berufsspezifischen Krankenkassen hingegen werden nach wie vor nur bestimmte Berufsgruppen aufgenommen, da berufsspezifische Risiken berücksichtigt werden müssen.

Für wen gilt Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung?
Grundsätzlich besteht für jeden Arbeitnehmer oder Auszubildenden, d.h. für jeden, der eine Beschäftigung gegen Entgelt ausübt, Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Angestellte, deren Bruttojahreseinkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, sind ebenso versicherungspflichtig wie Auszubildende, Studenten, Selbständige, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger. In der Gesetzlichen Krankenkasse ebenfalls pflichtversichert sind Rentner, für die in der zweiten Hälfte

ihres Berufslebens mindestens 9/10 der Zeit Versicherungspflicht bestand oder die familienversichert waren. Bestimmte Berufsgruppen, wie z. B. Seeleute oder Landwirte, müssen in berufsspezifischen Kassen versichert sein. [nach oben]